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CVJM-Posaunenchor Tönisheide

Eine kleine Chronik

(entnommen einer Zusammenstellung von Dr.  Woldemar Rösner, langjähriger Schriftführer des Posaunenchores)

Am Anfang waren da einige Blasinstrumente, eingelagert etwa seit Beginn des 2. Weltkrieges auf dem Dachboden des Pfarrhauses, in dem heute das Gemeindeamt und darüber die Küsterwohnung untergebracht sind, in der Kuhlendahler Straße 34. Die Instrumente stammten aus einer Spende für die Evangelische Kirchengemeinde Tönisheide bzw. für den 1926 gegründeten Posaunenchor des damaligen Männer- und Jünglingsvereins. Der Name des Spenders und der Zeitpunkt der Spende konnten bislang noch nicht ermittelt werden.

Zur Kirchweihe am Sonntag Laetane, dem 15.03.1953, nach Fertigstellung umfangreicher Renovierungsarbeiten, wurde der CVJM-Posaunenchor Velbert zur Mitwirkung eingeladen. Wie sich ältere Tönisheider noch erinnern, waren die Velberter zu der damaligen Zeit häufig und gerne bei kirchlichen Anlässen in Tönisheide zu Gast. So ist auch der Antrag dieses Chores auf überlassung der Instrumente vom Pfarrhausspeicher verständlich. Das Gemeindepresbyterium beschloss jedoch, die Instrumente für die eigene Gemeinde zu erhalten, wobei die Velberter sicherlich sie geliehen haben könnten. Auf keinen Fall sollten die Instrumenten in der Zukunft weder verschenkt noch verkauft werden.

Der 1999 verstorbene Paul Wesser, seinerzeit Schriftführer des CVJM Tönisheide,  notierte nach einer Vereinssitzung vom 17.11.1954: "Seit Mitte des Jahres bemühen wir uns, den Posaunenchor wieder entstehen zu lassen." Nachdem die Firma Stanley die Stiftung einiger zusätzlicher Instrumente zusagte (dem später leider aber nicht nachkam), bewilligte das Presbyterium der Gemeinde Tönisheide 120,-- DM für die Anschaffung von Noten. Nun konnte es fast "losgehen". Was fehlte, war "nur" noch ein engagierter Bläser, der interessierte Musiker anleiten konnte.
Paul Wesser
Mitbegründer des CVJM-Posaunenchores Tönisheide
Horst Adams
Dirigent des CVJM-Posaunenchores
Tönisheide von 1955-1995
Die Bemühungen des rührigen Paul Wesser, waren auch hier erfolgreich. Ein begabter junger Trompeter des CVJM-Posaunenchores in Velbert wurde durch den dortigen Dirigenten Wilhelm Kloosterziel vorgeschlagen und sagte zur Freude aller Bläser und der Gemeinde in Tönisheide zu. Sein Name: Horst Adams.
Am Montag, den 24. Januar 1955 wurde der 1. Probeabend mit 7 einsetzbaren Instrumenten und folgenden 7 Gründungsmitgliedern aufgenommen: Horst Adams (Dirigent), Jürgen Blöhn (Flügelhorn), Fritz Mohn (Flügelhorn), Franz Schmiedeberg (Flügelhorn), Werner Fischer (Tenorhorn), Harry Weiss (Tenorhorn) und Paul Wesser (B-Tuba).

Besonders gefördert durch den damaligen 1. Vorsitzenden des CVJM Tönisheide, Günter Lückerath, entwickelte sich der Posaunenchor in den folgenden Jahren. Viele Jungbläser konnten gewonnen werden, gemeinsame Unternehmungen verstärkten neben den vielen ehrenamtlichen Einsätzen in Gottesdiensten und bei anderen Veranstaltungen das familiäre Gemeinschaftsgefühl im Posaunenchor.

Heute blasen die Kinder der Gründer mit, auch der Dirigentenstab blieb in Familienhand. Während der 40-Jahr-Feier des Posaunenchores im April 1995 übergab Horst Adams die Leitung seinem Sohn Peter Adams. Doch weiterhin sind "die Alten" unverzichtbar mit dabei, Horst Adams mit seiner Tuba, Harry Weiss, zwischenzeitlich umgestiegen auf Tenorposaune sowie der langjährige Vorsitzende und Mitgründer Werner Fischer, der mit seiner Trompete heute zuverlässig in der 1. Stimme bläst. Sie alle bekennen sich weiterhin zum Losungsspruch des Gründungsjahres 1955 aus Matth. 9, 37-38:

"Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Datum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende."

Vereinsgründung

24.01.1955


Evangelische Kirche
in Tönisheide


Die "Heimat" des CVJM-Posaunenchores Tönisheide